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    <title>Klagefall</title>
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    <language>de</language>
    <pubDate>Thu, 17 May 2012 10:19:38 GMT</pubDate>
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      <title>Ein Haiku</title>
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      <description>Sonntagmorgen&lt;br /&gt;&amp;#10;Die Katze schleicht durch das Tor&lt;br /&gt;&amp;#10;in den Kirchgarten&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Wed, 25 Apr 2012 14:41:47 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
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      <title>Mittwoch, 18. April 2012</title>
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      <description>gerade gelesen &amp;raquo;den ball &amp;uuml;ber die linie schreiben&amp;laquo;. f&amp;auml;nd ich auch mal gut.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Wed, 18 Apr 2012 21:03:11 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>fabe</dc:creator>
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      <title>Donnerstag, 12. April 2012</title>
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      <description>JA! Magisch!&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Thu, 12 Apr 2012 09:00:05 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>flohbude</dc:creator>
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      <title>Januar</title>
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      <description>Die Idee, ein Blog auf einem Etherpad zu f&amp;uuml;hren. Texte schreiben und offen hinstellen, mehr nicht. Keine Kommentare, keine Tags, keine Bilder, nichts weiter. Aber es ist nicht meine Idee.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Nachts, auf dem Weg nach Hause, der klare Himmel &amp;uuml;ber Greifswald. Als Kind las ich Astronomieb&amp;uuml;cher und Science Ficton. Das Interesse an den Sternen erlosch in dem Moment, als ich verstanden hatte, dass wir dort aus physikalischen Gr&amp;uuml;nden niemals hinfliegen und die anderen treffen w&amp;uuml;rden und das nicht nur, weil es zu weit entfernt ist, sondern auch, weil sie schon lange wieder weg sind oder noch nicht da. Kein Trost in den Zeittheorien gefunden, da nicht verstanden.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;In der 10. Klasse Astronomieunterricht mit einem kleinen Mann, der bei jedem Wetter mit einem d&amp;uuml;nnen Pullover und abgewetztem Jacket in die Schule kam und w&amp;auml;hrend der Stunden zum Rauchen verschwand.  &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Der Gedanke, was aus Georg Heym geworden w&amp;auml;re, wenn es im Januar 1912 keinen Frost gegeben h&amp;auml;tte. Im Textkorpus kommt das Wort &amp;raquo;Planet&amp;laquo; viermal vor. &amp;raquo;Den gro&amp;szlig;en Tag, wo zwei Planeten sich verbr&amp;uuml;dern, will ich noch sehn.&amp;laquo;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Serielles Erz&amp;auml;hlen vs. abgeschlossene Geschichten. Perry Rhodan vs. Jerry Cotton. Das Elend der Cliffhanger, das Unfertige, die Verbindlichkeit, der Kosmos, der &amp;Uuml;berbau. In einem Comicforum war ich auf den Wunsch nach einer Serie gesto&amp;szlig;en, die nie zu Ende sei, so wie Perry Rhodan. Danach f&amp;uuml;hrte der Weg &amp;uuml;ber den Wikipediaeintrag (gibt es das noch?) direkt zum Bahnhofskiosk, Band 2531 &amp;raquo;Das Fanal&amp;laquo;, damit ging es los. Wie ich heute wei&amp;szlig;, war es ein F&amp;uuml;llroman ohne Handlungsfortschritt, ein Nachhall aus dem vorangegangenen Zyklus. Ich habe nichts verstanden. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Irgendwann sind alle Geschichten erz&amp;auml;hlt und ich kann bei Nachfragen zu meinem Leben einfach den Link zu dem betreffenden Eintrag in meinem Blog mitteilen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Sprachen, in denen Redakt&amp;ouml;r mit &amp;ouml; geschrieben wird: T&amp;uuml;rkisch, Schwedisch.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Infolge der Erdneigung werden die Tage wieder l&amp;auml;nger.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Wed, 11 Apr 2012 19:59:07 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
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      <title>Nürnberg</title>
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      <description>Zonenrandgebiet. Der Druck auf den Ohren, als wir die Frankenwaldbahn fahren. In der Bahnhofsbuchhandlung ein riesiges Regal mit Esoterika. In einem Aufsteller gemeinsam &amp;#8250;Unsere Zeit&amp;#8249;, &amp;#8250;Nationalzeitung&amp;#8249;, &amp;#8250;Rote Fahne&amp;#8249;, &amp;#8250;Deutsche Stimme&amp;#8249;, &amp;#8250;Jungle World&amp;#8249; und &amp;#8250;Graswurzelrevolution&amp;#8249;. Als ob es Geschichte g&amp;auml;be. Drau&amp;szlig;en gibt es W&amp;uuml;rste und Brezeln, Brezeln und W&amp;uuml;rste. Freundliche Menschen. Auf dem Weg ins Hotel l&amp;auml;ssig die &amp;#8250;Abendzeitung&amp;#8249; aus dem Automaten ziehen und in dem Moment w&amp;uuml;nsche ich mich in Hut und Mantel, im Gehen gleich die erste Seite lesend. Stattdessen stopfe ich sie in die Tasche. Beim Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ck ein Mann mit seinem Enkelsohn, beide in der Montur vom &lt;i&gt;Club&lt;/i&gt;, der am Nachmittag ein Graupenspiel gegen K&amp;ouml;ln gewinnen sollte, eins zu null im easyCredit-Stadion, aber egal. An der Stadtmauer sind die Penner morgens schon da oder noch. Vor der St.-Lorenz-Kirche der wei&amp;szlig;e Mann auf einem Podest, die Touristen fotografieren ihn und die Kirche und die Burg und sich selbst, das am meisten.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Thu, 15 Mar 2012 16:37:10 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
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      <title>Für Ostdeutschland</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2098819/#2111340</link>
      <description>ist Rostock-Gedser immer noch die schnellste Verbindung, Berlin-Kopenhagen mit Bus die g&amp;uuml;nstigste.&lt;br /&gt;&amp;#10;Fehmarnbelttunnel: Da wei&amp;szlig; man jetzt, warum die DSB die eigene Verbindung nach Gedser so demontiert hat und ihre F&amp;auml;hren so stiefm&amp;uuml;tterlich behandelt hat.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;89 noch mit dem Waggon trajektiert worden, damals noch nach Warnem&amp;uuml;nde.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 05 Mar 2012 11:38:44 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>seewolf</dc:creator>
      <dc:date>2012-03-05T11:38:44Z</dc:date>
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      <title>Montag, 5. März 2012</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2098819/#2111331</link>
      <description>Bis vor ein paar Jahren gab es noch eine sporadische Bahnverbindung bis Gedser, aber selbst damals wirkte die Bahnhofshalle mit Schalter und Warter&amp;auml;umen schon so, als k&amp;auml;me gleich jemand, um nach der Bahnsteigkarte zu fragen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Schluss mit der Seemannsromantik: Am Ende werden alle &amp;uuml;ber die Fehmarnbeltquerung fahren. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;[Bei der Gelegenheit muss ich mal nach der &amp;raquo;Paloma&amp;laquo; suchen, herausgegeben in Gedser und Warnem&amp;uuml;nde.]&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 05 Mar 2012 10:31:38 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
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      <title>Ein Anthropologe aus B sagt</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2098819/#2111309</link>
      <description>der Mensch hat seinen aufrechten Gang und seine verh&amp;auml;ltnism&amp;auml;&amp;szlig;ig gro&amp;szlig;en F&amp;uuml;sse vom Waten im Wasser und nicht vom aufrechten Gang in der Savanne, fischen und rumschwimmendes Zeug aufsammelnd. Immobilien am Wasser sind heute noch am teuersten.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 05 Mar 2012 09:06:35 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>seewolf</dc:creator>
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    </item>
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      <title>Rechts neben der Fähre in Gedser</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2098819/#2111307</link>
      <description>Da kann man sogar baden, ein kleiner Strand, und man verpasst die F&amp;auml;hre nicht, weil man sie kommen sieht. Bus von Nyk&amp;oslash;bing ist nat&amp;uuml;rlich nicht mit dem Fahrplan abgestimmt, so hat man auch die Zeit daf&amp;uuml;r.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 05 Mar 2012 09:04:13 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>seewolf</dc:creator>
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    <item>
      <title>Freitag, 6. Januar 2012</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2100200/#2101063</link>
      <description>danke&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 06 Jan 2012 12:09:21 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
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      <title>Freitag, 6. Januar 2012</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2100200/#2101045</link>
      <description>Ein sch&amp;ouml;ner Text&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 06 Jan 2012 07:51:45 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Susanne Wiest</dc:creator>
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      <title>das war</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2100200/</link>
      <description>&lt;img src="/static/klagefall/images/Elfmeter.jpg" height="267" border="0" width="400" /&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Sich in den Ecken verkriechen: Antville, Diaspora. Jemanden kennenlernen und jemanden aus den Augen verlieren. Das Gl&amp;uuml;ck, als das Lachen pl&amp;ouml;tzlich zur&amp;uuml;ckgekommen ist und der Witz. Den Formen folgen. Die Bilder sehen. Auf den Felsen von Hammar&amp;ouml; ins Wasser rutschen. Den Ball &amp;uuml;ber die Linie schreien. Unwichtige Dinge tun, sich irren, z&amp;ouml;gern, &amp;auml;lter werden, langsam sein.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;img src="/static/klagefall/images/Felsen.jpg" height="267" border="0" width="400" /&gt;&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 30 Dec 2011 23:09:32 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
      <dc:date>2011-12-30T23:09:32Z</dc:date>
    </item>
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      <title>Trelleborg (2)</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2099534/</link>
      <description>Auf der F&amp;auml;hre werden im Bordshop Tomas Transtr&amp;ouml;mers Gedichte verkauft | Im Winter haben sie die Palmen reingebracht. An der Strandgatan stehen jetzt beleuchtete Weihnachtsb&amp;auml;ume | &amp;raquo;Den d&amp;ouml;ende detektiven&amp;laquo; bei S&amp;ouml;dersl&amp;auml;tts Bok &amp;amp; Papper. Blaubeertorte bei Palmblads konditori. In der Algatan gibt es alles, was man braucht | Die gro&amp;szlig;en F&amp;auml;hrschiffe schauen direkt auf die Fu&amp;szlig;g&amp;auml;ngerzone | Ein kleiner Weihnachtsmarkt mit vier Buden. Es gibt Strickm&amp;uuml;tzen und Doughnuts. Die anderen zwei haben geschlossen | In &amp;raquo;Trelleborgs Allehanda&amp;laquo; bringen sie eine Geschichte &amp;uuml;ber den Weihnachtsbaumverk&amp;auml;ufer. Er steht tats&amp;auml;chlich auf dem ICA-Parkplatz | Auf der R&amp;uuml;ckfahrt das ganze Schiff voller polnischer Arbeiter. Driving home for Christmas&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Sat, 24 Dec 2011 09:41:45 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
      <dc:date>2011-12-24T09:41:45Z</dc:date>
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      <title>Joachimstraße</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2099465/</link>
      <description>&lt;img src="/static/klagefall/images/Joachimstra%C3%9Fe.jpg" height="400" border="0" width="400" /&gt;&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Im September 1990 kam ich nach Berlin. Im September 1990 war das kleine Land nicht mehr so richtig da und das gro&amp;szlig;e Land noch nicht. Ich fuhr in die gro&amp;szlig;e Stadt und bekam einen gelben Studentenausweis aus Pappe und einen Erm&amp;auml;&amp;szlig;igungsschein f&amp;uuml;r die Deutsche Reichsbahn, falls ich mal in die kleine Stadt zur&amp;uuml;ckfahren wollte. Es gab nur ein Problem - ich hatte keine Wohnung. Ich hatte nur eine Unterkunft, ein Bett in einem Viermannzimmer in einem Studentenwohnheim im Hans-Loch-Viertel in Friedrichsfelde. Achter Stock, 20 Minuten Fu&amp;szlig;marsch vom vom U-Bahnhof &amp;raquo;Tierpark&amp;laquo;. Erinnerte ein bisschen an meine Kaserne und war nicht gerade mein Traum.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Es musste also eine Wohnung her. Es gab genug freie Wohnungen in Ostberlin, es waren in den letzten Monaten ausreichend viele Leute vom kleinen Land in das gro&amp;szlig;e Land umgezogen und noch niemand gro&amp;szlig; in entgegensetzter Richtung, aber es gab keine Wohnungsverwaltung. Jedenfalls keine Wohnungsverwaltung, die mir eine Wohnung geben wollte. Ich musste also selbst eine Wohnung suchen. Zuf&amp;auml;lligerweise hatte jemand gerade eine Wohnung gefunden, obwohl er eigentlich schon eine Wohnung hatte (die Wohnungssuche war ihm zur Gewohnheit geworden) und so bin ich da eingezogen, ein neues Schloss einbauen, einen leeren Keller f&amp;uuml;r die Kohlen suchen, Strom und Gas anmelden und fertig. Ein Bett hatte ich von zuhause mitgebracht und f&amp;uuml;r den Rest standen genug M&amp;ouml;bel auf der Stra&amp;szlig;e. Dort lagen auch Kohlen herum. Ich hatte einen Schwarzwei&amp;szlig;fernseher mit Zimmerantenne und nur einem Programm, aber immerhin Westfernsehen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Die Wohnung war eigentlich baupolizeilich gesperrt und wahrscheinlich deshalb unbewohnt. In meinem Zimmer hing die Decke ein bisschen durch und ich habe das Bett sicherheitshalber ganz an den Rand gestellt. Ansonsten war es luxuri&amp;ouml;s, es war hell, es gab ein Innenklo, das &amp;uuml;ber den Flur entl&amp;uuml;ftet wurde und es gab ein Waschbecken in der K&amp;uuml;che. Es war meine erste eigene Wohnung. In Mitte! Ich konnte zu Fu&amp;szlig; zum &amp;raquo;Babylon&amp;laquo; und zum Hackeschen Markt laufen und in der Bernauer Stra&amp;szlig;e war gleich hinter der Mauer ein Aldi. Ich war ein Gl&amp;uuml;ckspilz.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Aus dem Fenster zum Hof guckte ich auf einen Spielplatz. Damals war noch alles voller Kinder, doch dann zogen die Leute aus dem gro&amp;szlig;en Land nach Mitte und machten Kneipen auf und Galerien und die Kinder waren erstmal verschwunden. Inzwischen sind die Leute mit den Galerien und den Kneipen alle Eltern geworden und die Kinder wieder da. Neulich war ich nochmal auf dem Spielplatz, um mal in die andere Richtung zu gucken. Das Flurfenster stand offen.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Fri, 23 Dec 2011 18:05:47 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
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      <title>Montag, 19. Dezember 2011</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2098819/#2098845</link>
      <description>Mit Goethen, aber Hauptsache, es ist an einem Fluss. Wie ich gerade feststelle (&amp;#8250;Lieblingsplatz&amp;#8249; in das Suchfeld eingeben), ist bei meinen Pl&amp;auml;tzen immer Wasser in der N&amp;auml;he.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 19 Dec 2011 20:39:47 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
      <dc:date>2011-12-19T20:39:47Z</dc:date>
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      <title>Montag, 19. Dezember 2011</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2098819/#2098824</link>
      <description>Weimar, Park an der Ilm. Das ist weniger Schiff und weniger Zimtschnecke, daf&amp;uuml;r mehr&amp;#8230; ich kann es nicht beschreiben. &amp;#8250;Logos&amp;#8249;, vielleicht.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 19 Dec 2011 19:55:50 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>effbiei</dc:creator>
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      <title>Trelleborg</title>
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      <description>Willst du eine wirklich sch&amp;ouml;ne Stelle wissen? Einen sch&amp;ouml;nen Platz auf der Erde? Ja? Dann verrate ich dir jetzt etwas.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Dort kommst du sehr einfach hin. Du musst nur nach Trelleborg fahren und das macht ja nun wirklich fast jeder, der nach Schweden f&amp;auml;hrt oder aus Schweden wegf&amp;auml;hrt. In Trelleborg gibt es einen gro&amp;szlig;en Hafen f&amp;uuml;r die gro&amp;szlig;en F&amp;auml;hren. Sonst gibt es dort nicht so viel, sagen manche, die sich blo&amp;szlig; beeilen, um aus Trelleborg schnell wegzukommen. &amp;raquo;Trelleborg luktar skit&amp;laquo;, sagen die Schweden, die Trelleborg nicht so sch&amp;ouml;n finden, aber das &amp;uuml;bersetze ich lieber nicht. Mein erster Schwedischlehrer schw&amp;auml;rmte uns von den Zimtschnecken an der Shelltankstelle vor, aber stell dir mal vor, du sollst deine Stadt beschreiben und das erste, was dir einf&amp;auml;llt, ist eine Tankstelle. Nicht gerade schmeichelhaft, oder?&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Also, wenn du mal in Trelleborg bist, f&amp;auml;hrst du am besten gleich zum Parkplatz vor dem Maxi ICA in der Strandridaregatan. Dort kannst du dir Schokolade kaufen oder Lakritz oder Eis oder Wurst mit Kartoffelmus und Gurkensalat (das nehme ich) und dann auf eine Bank am Wasser setzen. Die Ostsee liegt hier im S&amp;uuml;den, was irgendwie komisch ist und sie ist meistens ganz still und riecht ein bisschen nach Tang und dem Hafen. Du kannst die Schiffe sehen, die einen kommen an und die anderen fahren weg. Losfahren und Wiederkommen, das sind zwei sch&amp;ouml;ne Momente. Aber w&amp;auml;hrenddessen nicht die Zeit vergessen! Es geht gleich weiter.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Hast du auch einen Lieblingsplatz?&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 19 Dec 2011 19:09:04 GMT</pubDate>
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      <title>Gucken oder gehen?</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2097576/#2097593</link>
      <description>Ich hoffe eher wieder auf Oberligafu&amp;szlig;ball vor Ort.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 12 Dec 2011 08:49:06 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
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    </item>
    <item>
      <title>Bald...</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2097576/#2097584</link>
      <description>Kannst du sogar Hansaspiele gucken. Der Trend zeigt eindeutig gen Liga 6.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 12 Dec 2011 07:12:25 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>FBMri</dc:creator>
      <dc:date>2011-12-12T07:12:25Z</dc:date>
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      <title>Support Your Local Heroes</title>
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      <description>Man kann Fu&amp;szlig;ball im Fernsehen gucken. Im Fernsehen kommt immerzu Fu&amp;szlig;ball. Die Bundesliga spielt freitags, samstags, sonntags, montags kommt nochmal zweite Liga im DSF oder wie das jetzt hei&amp;szlig;t, dienstags und mittwochs ist Champions League und donnerstags das, was fr&amp;uuml;her UEFA-Pokal hie&amp;szlig; und davor Messest&amp;auml;dte-Pokal und jetzt einen Namen hat, den ich mir nicht merken kann. Und wer will, kann auch noch englische Liga gucken oder spanische oder japanische oder die U-17-Asienmeisterschaft, wenn sonst tags&amp;uuml;ber gerade kein Fu&amp;szlig;ball kommt. Daf&amp;uuml;r gibt es extra die Zeitverschiebung.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Ich gehe lieber zum Fu&amp;szlig;ball. Meine Heimatmannschaft spielt sechste Liga. Das Stadion ist mit dem Fahrrad zehn Minuten weg, Eintritt kostet vier Euro und es gibt einen Bierwagen mit Grill. Man trifft nette Leute und ist an der frischen Luft. Es gibt keine Zeitlupe, aber wer braucht schon eine Zeitlupe? Es war sowieso kein Abseits. Ab und zu versuche ich, mit dem Schiedsrichter eine Regeldiskussion zu beginnen oder einem Spieler der gegnerischen Mannschaft meine Meinung zu seiner Spielweise mitzuteilen. Meistens h&amp;ouml;ren sie nicht auf mich, obwohl ich mich deutlich und zugespitzt ausdr&amp;uuml;cke.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Neulich bin ich ausw&amp;auml;rts gefahren. Wir standen in Rostock auf einem Sportplatz an der Stange, der schon bessere Zeiten erlebt hat, es war so neblig, dass man kaum die Tore sah und es waren 65 Zuschauer da. Ein paar Kilometer weiter spielte Hansa gegen St. Pauli. Bei uns war es etwas ruhiger. Daf&amp;uuml;r haben wir gewonnen.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Mon, 12 Dec 2011 06:21:21 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
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      <title>Utedusch</title>
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      <description>Patrick hatte einen riesigen roten Volvo, machte irgendwas im Au&amp;szlig;endienst und hatte f&amp;uuml;r den dunklen skandinavischen Winter eine Ferienwohnung in Thailand. Er redete f&amp;uuml;r einen Schweden ungew&amp;ouml;hnlich viel, sprach v&amp;auml;rml&amp;auml;ndischen Dialekt und meinte offenbar, ich w&amp;uuml;rde alles verstehen. Patrick war richtig stolz auf sein Ferienhaus. &amp;raquo;Es liegt mitten im Wald und der IKEA ist nur 800 Meter weit weg.&amp;laquo; Wir mussten also das Gep&amp;auml;ck zu Fu&amp;szlig; zum H&amp;auml;uschen schleppen und den IKEA hinter den B&amp;auml;umen an der E 18 sah man zum Gl&amp;uuml;ck nicht. Obwohl es ein reizvoller Gedanke war, mal einen Nachmittagsspaziergang dorthin zu machen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Aber das Beste hatte sich Patrick noch aufgehoben. Das Ferienhaus hatte eine Au&amp;szlig;endusche. &amp;raquo;Es gibt nichts Besseres, du kommst vom Sport oder vom Schwimmen (die Schweden sind Sportfanatiker, aktuell war dort gerade Frisbeegolf, hatte ich auch noch nie geh&amp;ouml;rt) und dann kannst du an der frischen Luft duschen, das warme Wasser kommt von oben und du bist trotzdem drau&amp;szlig;en! Herrlich!&amp;laquo; Er zeigte mir voller Begeisterung die Armatur hinter dem Holzverschlag und den Boiler.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Und wirklich, es gibt kaum etwas Sch&amp;ouml;neres, als an einem sonnigen Tag unter freiem Himmel unter der Dusche zu stehen, danach mit einem Handtuch im Freien herumzuspringen, die F&amp;uuml;&amp;szlig;e auf dem warmen Felsen und dabei auf den V&amp;auml;nern zu gucken. Patrick hatte v&amp;ouml;llig recht. Sogar ohne Sport.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Sun, 04 Dec 2011 21:41:56 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
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      <title>Als wir Piraten waren</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2083603/</link>
      <description>Musik war ein gro&amp;szlig;es Problem. Es gab keine Musik, also wenn man nicht gerade Klassik h&amp;ouml;rte. Die eine H&amp;auml;lfte gab es nicht und die andere H&amp;auml;lfte war verboten, so ungef&amp;auml;hr. Alle zwei Wochen gab es neue Lizenzplatten im Gesch&amp;auml;ft in der Steinbeckerstra&amp;szlig;e. Wir gingen nach der Schule da hin, mit einem Zwanzigmarkschein in der Tasche und stellten uns an. Um drei machte der Plattenladen wieder auf und wir kauften, was es eben so gab, f&amp;uuml;r 16,10 Mark. Die zehn Pfennig waren der Kulturgroschen, deswegen der komische Preis. Auf diese Weise kam ich zu Barcley James Harvest und Vangelis. Nicht, dass ich das je geh&amp;ouml;rt h&amp;auml;tte.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Es gab aber Kassetten. Eine C60 von ORWO kostete 20 Mark, keine Ahnung, warum die so teuer waren. Kassetten kauften wir deshalb lieber im Intershop von dem Geld, das der Westbesuch dagelassen hatte. Eine Neunziger f&amp;uuml;r 3,50 West. Da gab es auf einmal auch Auswahl: Chrome oder Ferro, den Unterschied habe ich nie ganz verstanden. Etwas mit dem Klang oder den B&amp;auml;ssen oder so. Anschlie&amp;szlig;end wurde &amp;uuml;berspielt, die Platten aus dem Westen, die Platten aus der Tschecheslowakei, die Platten aus Bulgarien. Bei Bulgaroton gab es sogar das &amp;raquo;White Album&amp;laquo;, glaube ich. War aber eine weite Reise. Wer richtig Geld hatte, konnte in Ungarn alles kaufen, zum Gulaschkommunismus geh&amp;ouml;rten offenbar auch Westplatten. Abgedrehter war es da nur noch, Platten aus Rum&amp;auml;nien oder von Melodija zu haben. Die Russen hatten so durchsichtige schlapprige Singles aus hellplauer Plaste. Und Polen war damals schon zu, wegen Solidarno&amp;#347;&amp;#263;. Czes&amp;#322;aw Niemen zu h&amp;ouml;ren, war also auch eine Art Untergrund. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Musik war kein Problem. Es gab genug Musik. Man brauchte nur Kassetten, ein &amp;Uuml;berspielkabel und Zugang zu den richtigen Leuten. Den Leuten mit den Platten. Alle anderen mussten von Kassette &amp;uuml;berspielen, mit &amp;Uuml;berspielkabel oder besser im Doppeldeck, von einem, der auch von Kassette &amp;uuml;berspielt hatte und so weiter und so fort. So entstanden die rumpeligen verrauschten Aufnahmen von Udo Lindenberg, die auf dem Schulhof liefen. Schlie&amp;szlig;lich hatten sie beim Radio ein Einsehen und erfanden &amp;raquo;Duett &amp;#8211; Musik f&amp;uuml;r den Rekorder&amp;laquo;, um den Leuten das Aufnehmen leichter zu machen. Wir haben die Musik kopiert. Heutzutage w&amp;uuml;rde man daf&amp;uuml;r wahrscheinlich ins Gef&amp;auml;ngnis kommen oder sie stellen einem das Internet ab. &lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;&amp;raquo;Ich brauche keine Wiedervereinigung. Ich will nur meine Musik h&amp;ouml;ren und den &amp;#8250;Metal Hammer&amp;#8249; lesen k&amp;ouml;nnen, das reicht mir&amp;laquo;, sagte der Soldat auf meiner Stube, als er sein Parteibuch zur&amp;uuml;ckschickte und dabei fast zu weinen anfing. Musik war ein gro&amp;szlig;es Problem.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Wed, 21 Sep 2011 19:40:13 GMT</pubDate>
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      <dc:date>2011-09-21T19:40:13Z</dc:date>
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      <title>Vom Schweigen</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2076638/</link>
      <description>Ich bin jetzt auch bei Googleplus. Ich probiere alles aus. Googleplus ist der neueste Schrei. Zuerst gab es Twitter. Zwischendurch hatte ich den Twitteraccount mal gel&amp;ouml;scht, dann aber doch wieder angelegt. Bei Twitter geht alles ganz schnell. Wenn irgendwo irgendwas passiert, sieht du es sofort in deiner Timeline. In Echtzeit (so als ob es unechte Zeit g&amp;auml;be). Danach kam Facebook (Identi.ca und die ganz kleinen Sachen lasse ich jetzt mal weg, sonst wird es zu un&amp;uuml;bersichtlich). Bei Facebook sind alle deine Freunde. Deine Freunde, deine Nachbarn, Leute aus der Schule, aus dem Verein, die ganzen Politniks, was wei&amp;szlig; ich. Alle sind dort angemeldet, aber keiner schreibt etwas. Das ist das Facebookprinzip. Die Empf&amp;auml;nger sind einfach zu verschieden, als dass man allen denselben Text schicken wollte. Da kannst du auch im Bus aufstehen und eine Rede halten. Mir war das dort erst ein bisschen unheimlich und ich l&amp;ouml;schte mein Profil oder was man so l&amp;ouml;schen nennt. Inzwischen bin ich wieder angemeldet, na ja, wegen der Freunde. Ich bin aber ganz still. Das n&amp;auml;chste Ding war Diaspora. Diaspora ist wie Facebook, nur mit Datenschutz und mit Aspekten. Du kannst deine Kontakte (also die Freunde oder wie das eben hei&amp;szlig;t) in Aspekte packen und dann nur an betimmte Aspekte schreiben. So wie die Kreise bei Googleplus, die haben das nachgemacht oder so. Das macht es allerdings auch nicht einfacher, wenn du die Leute in Schubladen stecken sollst. Und jetzt eben Googleplus. Bei Googleplus sind die coolen Leute, besonders wegen des aufger&amp;auml;umten Designs und der Technik, nehme ich an. Drag and Drop. In Wirklichkeit sind nat&amp;uuml;rlich alle zugleich bei Twitter, bei Facebook, bei Diaspora und bei Googleplus und posten &amp;uuml;berall dieselben Texte und Links. Das nennt man Crossposting. Sicher ist sicher, so geht nichts verloren.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Das stimmt nat&amp;uuml;rlich nicht. Twitter war gar nicht zuerst da. Zuerst gab es die Blogs. Blogs sind wie eine eigene Wohnung, ab und zu kommt jemand zu Besuch, guckt sich deine Fotos an und liest, was du geschrieben hast. Wenn er kommentiert, kommt ihr ins Erz&amp;auml;hlen. Der RSS-Reader sagt dir, ob Licht im Fenster ist, damit du nicht umsonst losl&amp;auml;ufst. Das Dumme an der eigenen Wohnung ist nur, dass du sie selbst mieten, einrichten und putzen musst. Und manchmal hockst du ganz allein darin. Das Sch&amp;ouml;ne am Social Web ist, dass alles schon fertig ist. Es ist ein Fluss, kein Anfang, kein Ende. Die Leute sind schon da, haben alle ihren eigenen Laden in dieser Passage und str&amp;ouml;men unabl&amp;auml;ssig hin und her. Es kostet nichts, es regnet nicht rein und du brauchst nur auf den Avatar zu klicken, um jemanden zu treffen.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Fr&amp;uuml;her, als es noch keine Telefone gab, musste man extra hinfahren und an der T&amp;uuml;r klingeln. Neben der T&amp;uuml;r hingen eine wei&amp;szlig;e Kassenrolle und ein Bleistift. Wenn niemand da war, konnte man da eine Nachricht hinterlassen. Damit fing es an.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Thu, 11 Aug 2011 14:14:54 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
      <dc:date>2011-08-11T14:14:54Z</dc:date>
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    <item>
      <title>Zudar</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2061138/</link>
      <description>Mit der F&amp;auml;hre fahren. Stra&amp;szlig;e, Plattenstra&amp;szlig;e, Staubstra&amp;szlig;e. Die Kiefern k&amp;auml;mmen den Nebel, der vom Bodden kommt. Der Schwarm Schwalben im Gelben Ufer. Ein H&amp;uuml;hnergott, so gro&amp;szlig; wie zwei F&amp;auml;uste. Auf dem Strand eine verblichene Zeltplane. Mit den F&amp;uuml;&amp;szlig;en im Wasser stehen.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Thu, 12 May 2011 20:33:38 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>klagefall</dc:creator>
      <dc:date>2011-05-12T20:33:38Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Befreiung</title>
      <link>http://klagefall.antville.org/stories/2060349/</link>
      <description>1985 war ein gutes Jahr f&amp;uuml;r mich. Die Mathematikolympiade fiel auf einen Mittwoch, der 1. Mai ebenfalls und der 8. Mai war der 40. Jahrestag und deshalb ausnahmsweise auch noch schulfrei. Am Mittwoch waren sonst zwei Stunden Sport.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Am 8. Mai 1985 kamen extra ein paar Sowjetsoldaten nach Barth zum sowjetischen Ehrenmal hinter der Burg, an der Klostermauer. Zwar &amp;raquo;wurde in Barth nicht gek&amp;auml;mpft&amp;laquo;, wie die Leute sagten, aber wir hatten trotzdem ein Ehrenmal, weil 13 kriegsverletzte Wei&amp;szlig;russen hier gestorben und begraben sind. Ansonsten hatten wir noch eine Gedenkst&amp;auml;tte mit einem hohen Turm am Ortseingang f&amp;uuml;r die Au&amp;szlig;enstelle vom KZ Ravensbr&amp;uuml;ck und eine Tafel f&amp;uuml;r das amerikanische Kriegsgefangenenlager. Eine ganze Menge eigentlich f&amp;uuml;r diese kleine Stadt.&lt;br /&gt;&amp;#10;&lt;br /&gt;&amp;#10;Mein Freund Thomas und ich waren zuverl&amp;auml;ssig genug und durften einen gro&amp;szlig;en Kranz halten, den uns die Soldaten dann abnahmen und wie im Fernsehen im Stechschritt zu diesem Betonrelief trugen. Wir hatten das vorher ge&amp;uuml;bt und es klappte sehr gut. Niemand sagte etwas und f&amp;uuml;r einen Moment war es ganz still.&amp;#10;&amp;#10;</description>
      <pubDate>Sun, 08 May 2011 18:07:19 GMT</pubDate>
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      <dc:date>2011-05-08T18:07:19Z</dc:date>
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